08 Januar 2019

Wünsche für das Neue

Was bringt das Neue Jahr in Litauen? Bereits im Dezember hatte es landesweite Streiks der Pädagogen in über 100 Schulen und Kindergärten gegeben - sie fordern eine Lohnerhöhung um nicht weniger als 20%.

so illustriert die
litauische Regierung
ihre Arbeit
Der Haushaltsentwurf von Ministerpräsident Skvernelis für das Jahr 2019 sah allerdings keine erhöhte Zuwendung für Lehrerinnen und Lehrer vor (bnn). Wohl eingeplant hat die Regierung eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts auf 2,05% BSP.

Immerhin stehen 2019 in Litauen dreifache Wahltermine an: den Anfang machen die litauischen Kommunalwahlen am 3. März. Im Mai 2019 wird dann gleich zweimal gewählt: am 12. Mai stehen Präsidentschaftswahlen an (Präsidentin Grybauskaite kann nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidieren, gesucht wird ein Nachfolger / eine Nachfolgerin). Und am 26. Mai folgen dann noch die Europawahlen.

Stehen also für Litauen in diesem Jahr besonders schwierige Zeiten an? Der Politologe Kęstutis Girnius wird mit dem Satz zitiert: "Lehrer und medizinisches Personal streiken bei uns eigentlich immer, unter jeder Regierung. Weder diese Regierung noch die nächste wird dieses Problem lösen." - Ist es so einfach? Oder dehnt die litauische Regierung das Militärbudget unnötig aus, um US-Präsident Trump zu gefallen, vernachlässigt aber die Sorgen der Menschen im eigenen Lande, so wie bei den Lehrern? Skvernelis vermutete schon vom Kreml unterstützte radikale Oppositionelle hinter den Streiks der Lehrer/innen (bnn / heise).

"Unser Ziel ist es zu sichern dass Litauen ein guter Platz ist zu leben, jeder Mensch sich glücklich und respektiert fühlt, mit einem starken Staat." Dieser Satz findet sich auf der Webseite von Ministerpräsident Skvernelis. Nehmen wir es mal als guten Vorsatz fürs Jahr 2019!

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