
Der "Lauterbacher Anzeiger" zufolge ist Ihr Ziel: einen GPS-gestützten, dreisprachigen Reiseführer für Vilnius. Diesem Zeitungsbericht zufolge geht es einerseits um die Thematik der Holocaust-Aufarbeitung, andererseits um Studierende der Germanistik.
Weniger profan klingt die Zielsetzung des Studienprojekts dann schon auf der Hompepage der Studierenden selbst: Ziel sei die "interdisziplinären, multilateralen Erforschung der Rolle von Sprache und Literatur in nationalen und regionalen Identitätsfindungs- und Erinnerungsprozessen sowie der Komplexität solcher Identitätsfindungsprozesse in heterogenen Literaturlandschaften".
Etwas einfacher zusammengefasst, wird Vilnius hier als "ideales Beispiel einer multinationalen und -kulturellen Literaturstadt" definiert.
Vom 1.-14.Oktober 2009 waren die drei Gruppen der Studierenden nun zum ersten Mal an der Universität Gießen zusammen. Wer sich den Ablaufplan des dortigen Projekts ansieht, dem mag auch klar werden, wo die Schnittmenge zwischen den beiden Schlagworten vom "Reiseführer / Kneipenführer" und den "Literaturlandschaften" liegen soll: Projektziel ist die Erstellung eines "literarischen Reiseführers" (da werden sie das Buch von Claudia Sinnig als Vorbild haben?). Wollen wir hoffen, dass das Projekt gelingt, auch wenn die Partner in Litauen nicht etwa von einer Hochschule in Vilnius selbst kommen, sondern ... aus Kaunas.
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