29 September 2011

7.000 Euro für die Stubenfliege

Für Povilas Kavaliauskas bildete vermutlich endweder das litauische Landleben, oder die jugendliche Forscherlust den Rahmen für seinen Erfolg als Nachwuchswissenschaftler. Ein Preisgeld von 7.000 Euro war der Jury des 23.europaweiten Wettbewerbs für Nachwuchswissenschaftler die Forschungsergebnisse des erst 18-jährigen Kavaliauskas wert - damit gehörte er neben zwei jungen Kollegen aus Irland und der Schweiz zu den drei Gewinnern des Hauptpreises dieses Wettbewerbs. Kavaliauskas hatte sich als Thema die Rolle der Hausfliege (musca domestica) bei der Übertragung von gegen Antibiotika resistenten Bakterien ausgesucht. Er hatte in seinem Forschungsaufriß dieses Thema als "eine der wichtigsten Herausforderungen des 21.Jahrhunderts" bezeichnet und damit offenbar nicht zu hoch gegriffen. Eines seiner Erkenntnisse ist unter anderem, dass solche Bakterien von Stubenfliegen nicht über große Distanzen übertragen werden können, und damit die größte Gefahr tatsächlich in Krankenhäusern besteht. 

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