14 September 2005

Euro noch nicht eingeführt - schon gefälscht

Deutsch-litauische Falschgeld-bekämpfung
Der Nord-Osten Europas hat sich neben dem Balkan zu einem der Brennpunkte bei der Herstellung falscher Euro-Banknoten entwickelt - so eine Pressemeldung des Bundeskriminalamtes (BKA) vom 12. September 2005.
Anlaß für diese Feststellung ist das Ergebnis einer großangelegten Durchsuchungsaktion: Bei einem erfolgreichen Schlag gegen Falschgeldhersteller konnten in Litauen im November 2004 und im März 2005 zwei Falschgelddruckereien ausgehoben, die Täter festgenommen sowie große Mengen Euro-Falsifikate sichergestellt werden.

Hier wollen deutsche und litauische Kriminalbehörden jetzt gemeinam noch mehr tun: vom 12.-15.September 2005 war das Bundeskriminalamt (BKA) Mit-Ausrichter der Konferenz "Euro Nord-Ost", bei der Sicherheitsbehörden aus Estland, Litauen, Deutschland, Lettland, Finnland, Norwegen, Russland, Schweden, den USA und Weißrussland in Vilnius/Litauen zusammentrafen. Thema war die bessere Bekämpfung der Falschgeldkriminalität, die Konferenz wurde mit Mitteln der EU-Kommission gefördert. Anwesend waren auch hochrangige Vertreter der internationalen Institutionen Interpol, Europol, der Europäischen Zentralbank, von Eurojust und der Europäischen Kommission (OLAF).

Nach Meinung des BKA können im Zusammenwirken mit Justiz und Zentralbanken die Strafverfolgungsbehörden so den international agierenden Fälscherbanden künftig noch effektiver begegnen. Neben verschiedenen Fachvorträgen u. a. zum Stand der polizeilichen Falschgeldbekämpfung in Litauen sowie zu den Vorbereitungen Litauens auf die Euro-Einführung bildete ein speziellen Workshops der Grundstein für die Schaffung fortschrittlicher Strukturen bei der Falschgeldbekämpfung in Europa. Eröffnet wurde die Konferenz wird durch den Premierminister Litauens, Algirdas Brazauskas.
Weitere Infos:Bundeskriminalamt Telefon: 0611-551 2331Fax: 0611-551 2323.

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